Linoleum

Linoleum - umweltfreundlich, strapazierfähig und vielfältig

Linoleumbodenbeläge liegen absolut im Trend. Lange galt Linoleum als altmodischer Fußboden für Krankenhäuser oder Schulen. Heutzutage ist es ein absolutes Must-have für jeden, der Wert auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit legt. Denn Linoleum ist ein vollwertiges Naturprodukt, es besteht in der Regel aus fast ausschließlich nachwachsenden Rohstoffen und ist somit die umweltfreundliche Alternative zu PVC-Böden. Linoleum ist Lateinisch für Leinöl, das eines der Hauptbestandteile von Linoleum ist. Des Weiteren besteht Linoleum aus Naturharzen, Kalksteinpulver, Kork- und Holzmehl. Die Trägerschicht ist ein Jutegewebe. Diese Materialien ergeben zusammen einen unglaublich strapazierbaren und gesundheitsfreundlichen Fußboden, der folgende Eigenschaften bietet:...

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Linoleum auf Estrich verlegen

(Zementestrich, Calciumsulfatestrich und Anhydritfließestrich, Magnesiaestrich, Gipsfaserplatten verlegen)

Risse und Scheinfugen im Zementestrich:

Risse und Scheinfugen sollten mit einem STAUF SGH 50 Gießharz verschlossen werden. Den Riss oder die Fuge mit kratzen oder mit einer Estrichfugenfräse erweitern um genügend Gießharz in die Fuge füllen zu können. Alle Fugen vor dem Vergießen gründlich mit einem Staubsauger aussaugen. Zusätzlich sollten etwa alle 20 cm rechtwinklig zum Riss der Estrich eingeschnitten werden um die Estrichklammen/Wellenverbinder einzusetzen. Diese muss ebenfalls mit Gießharz verschlossen werden um eine kraftschlüssige Verbindung zu erhalten. Das Gießharz im frischen zustand unbedingt mit STAUF Quarzsand abstreuen um eine Verbindung mit der Spachtelmasse oder dem Kleber zu gewährleiste.

Unterbodenvorbereitung:

Unterboden/Estrich mit einer Einscheibenmaschine und einem Schleifpapier mit einer 16er oder 24er Körnung anschleifen (Reinigungsschliff). Calciumsulfatestrich und Anhydritfließestrich müssen gründlich geschliffen werden, weil diese bei der Produktion eine Kalkschicht auf der Oberfläche bilden. Die so genannte Sinterschicht. Den Unterboden hinterher ordentlich absaugen und vom Staub befreien. Estrich/Unterboden mit einer Velour- oder Schaumstoffwalze und STAUF D 54 Dispersionsgrundierung grundieren. Die Grundierung vorher im Verhältnis 1:3 mit Wasser verdünnen. Die Grundierung dient als Haftbrücke und zur Staubbindung für die anschließende Spachtelschicht. Beim Grundieren sind stets die Trocknungszeiten und Herstellerangaben zu beachten. Eine Pfützenbildung ist beim Grundieren zu vermeiden.

Was ist eine Sinterschicht?

Die Sinterschicht ist eine Kalkschicht, die bei Calciumsulfatestrich und Anhydritfließestrichent stehen kann. Beim einbringen des Estrichs entsteht diese auf der Estrichoberfläche. Vor der Belegung oder weiteren Bearbeitung des Estrichs, muss die Sinterschicht unbedingt entfernt werden.

Unterboden spachteln/ausgleichen:

Die pulverförmige Ausgleichsmasse STAUF XP 10 Spachtelmasse wird in Wasser in einem Anrühreimer(30l) mit einem elektrischen Rührwerk klumpenfrei angerührt. Für die richtige Dosierung der Wassermenge empfehlen wir einen Dosiereimer. Auf glatten oder neuen Estrichenflächen rechnet man bei einer Schichtdicke von 2mm mit ca. 3kg Spachtelmasse pro Quadratmeter. Die fertig angerührte Spachtelmasse wird mit einem Rakel oder einer Spachtelkelle aufgetragen und verteilt. Die Spachtelmasse in der Abbindezeit vor Zugluft schützen.

Spachtelmassenberechnung:

Wie viel Spachtelmasse/Auslgleichsmasse benötige ich?

Auf glatten oder neuen Estrichenflächen rechnet man bei einer Schichtdicke von 2mm mit ca. 3kg Spachtelmasse pro Quadratmeter.

Muss Linoleum klimatisiert werden?

Vor der Verlegung sollte der Belag mind. 24 Std. in dem zu verlegenden Raum bei mind. 18°C Bodentemperatur und ca. 50% Luftfeuchtigkeit klimatisieren werden.

Linoleum verlegen:

Vor der Verlegung sollte der Belag mind. 24 Std. in dem zu verlegenden Raum bei mind. 18°C Bodentemperatur und ca. 50% Luftfeuchtigkeit klimatisieren werden. Die Belagskannten sollten ca. 2cm auf beiden Seiten mit einem Stahllineal und einem Trapezmesser entfernt werden. Die Fabrikatskanten können durch den Transport oder der Produktion gestaucht und beschädigt sein, deswegen sollten diese entfernt werden. Fachleute verwenden hierfür einen Nahtanreißer oder Kantenschneider. Nach dem Kantenschneiden wird das Linoleum im Raum ausgelegt und zur Wand mit einer Dehnungsfuge von mind. 5mm sauber eingeschnitten. Hierfür verwendet man ein Messer mit einer Hakenklinge/Hakenmesser. Nach dem einschneiden, klappen sie die erste Hälfte der Linoleumbahn zurück und streichen die gespachtelte Fläche mit einem Linoleum-Zahnspachtel TKB B1 und STAUF D 8 Linoleumklebstoff ein. Nach dem anreiben der ersten Hälfte, wiederholen sie den Vorgang auf der anderen Seite.

Wie wird Linoleum verklebt?

Hierfür benötigt man einen Zahnspachtel mit einer B1 Zahnung für das gleichmäßige Auftragen des Linoleumklebstoffes. Hierfür empfehlen wir den STAUF D 8 Linoleumklebstoff Linoleum wird in einem Nassklebeverfahren ohne ablüften des Klebers in die Kleberfläche eingelegt. Nach dem einstreichen der Fläche, klappen sie die Linoleumbahn sofort in das noch nasse Kleberbett. Reiben oder walzen sie die Linoleumfläche ordentlich von der Mitte nach außen an um eventuelle Luftblasen nach außen zu entfernen. Wiederholen sie diesen Vorgang nach einer gewissen Ablüftzeit des Klebers noch einmal, um den Belag ordentlich am Boden zu befestigen.

Nähte bei Linoleum

In der Regel sollten die Nähte beim Linoleum mit einer Schmelzschnur verschmolzen werden, um entstehende Fugen beim Schrumpfen der Beläge zu vermeiden. Dies sollte aber ein Fachmann machen, weil es sonst zu Verbrennungen am Belag kommen kann. Als Leihe kann man das Linoleum mit der geschnittenen Außenkante sauber zusammen stoßen.

Linoleum verschmelzen/verfugen

Das verschmelzen/verfugen der Nähte und Belagsfugen erfolgt erst nach abbinden des Klebstoffs. Um die Belagsfuge zu verschmelzen/verfugen, muss die Fuge zwischen zwei Belagsbahnen mindestens 2/3 der dicke des Belags aufgefräst werden. Die Fugen werden mit einem Fugenhobel oder einer Fugenfräse aufgefräst. Mit einem Handschweißgerät und der zu Belag farblich passenden Schmelzschnur verschmelzt/verfugt man die aufgefräste Fuge wieder. Das Handschweißgerät erhitzt die Schmelzschnur und den Belag. Nachdem die Schmelzschnur in die Belagsfuge eingebracht wurde, stößt man den Überschuss mit einem Viertelmondmesser und einem Nahtschlitten ab.

Linoleum auf Fliesen verlegen

Unterbodenprüfung durchführen:

Der Untergrund muss fest und dauertrocken sein. Es ist zu prüfen, ob die Verklebung der Fliesen eine ausreichende Festigkeit zum Untergrund/Estrich aufweist. Falls die Festigkeit nicht gegeben ist, sollten im Zweifelsfall alle Fliesen sowie die Fliesenkleberreste vollständig entfernt werden.

Fliesen grundreinigen:

Wenn die Festigkeit der Fliesen gegeben ist, muss der vorhandene Fliesenbelag vor der Überarbeitung gründlich gereinigt werden, um Verschmutzungen und Trennmittel zu entfernen. Hierfür nimmt man einen Wischer/Wischwiesel und einen Fliesenreiniger. Bei hartnäckigen Verschmutzungen sollte man eine Einscheibenmaschine und Reinigungspads (grün oder schwarz) hinzuziehen. Nach dem reinigen muss die Fläche mehrmals mit klarem Wasser gewischt werden um alle Reinigungsmittelrückstände zu entfernen. Eine ausführliche Reinigung ist notwendig, da Verschmutzungen, Wachs- und Reinigungsmittelreste eine Trennschicht auf den Fliesen bilden und so die ?Verkrallung? der nachfolgenden Verklebung verhindern.

Oberfläche schleifen:

Als nächsten Schritt muss die trockene Fliesenfläche mit einer Tellermaschine oder einer Diamantfräse angeschliffen werden. Lose oder hohlklingende Fliesen sollten mitsamt der Klebstoffreste entfernt werden. Die Oberfläche sollte nun deutlich angeraut sein.

Fliesen grundieren

Zum Grundieren der Fliesen wird die STAUF VDP 160 Dispersionsgrundierung pur verwendet, Verbrauch ca. 100 g/m², je nach Raumklima dauert die Trocknungszeit 1-4 Stunden. Die durch die Entfernung der losen Fliesen entstandenen Lücken sollten ebenfalls mit dem STAUF VDP 160 grundiert werden, allerdings sollte dieser im Verhältnis von 1:3 mit Wasser gestreckt werden. Anschließend die Lücken in der Fläche mit der standfesten Spachtelmasse STAUF RM oder der selbstverlaufenden Spachtelmasse STAUF XP 10 oder STAUF XP 20 auffüllen.

Warum muss ich Fliesen spachteln vor der Linoleumverlegung?

Fliesen und Keramikbeläge sind nicht saugende Untergründe und für Linoleumkleber ungeeignet. Ein Dispersionskleber benötigt einen saugenden Untergrund und eine Spachtelschicht von mindestens 2mm um die Feuchtigkeit vom Kleber aufzunehmen.

Unterboden spachteln/ausgleichen:

Der Unterboden wird ebenfalls mit der Bodenbelagsspachtelmasse STAUF XP 10 oder STAUF XP 20 gespachtelt. Die Schichtdicke sollte mindestens 3 mm betragen, diese sollte mit einem Rakel oder Glättkelle aufgetragen werden (Verbrauch ca. 1,5 kg/(m²/mm). Die Spachtelmasse in der Abbindezeit vor Zugluft schützen. Die nun entstandene Grundlage für die anschließende Verklebung des Linoleumbelags ist je nach Raumklima nach mindestens 1-2 Tagen verlegereif.

Muss Linoleum klimatisiert werden?

Vor der Verlegung sollte der Belag mind. 24 Std. in dem zu verlegenden Raum bei mind. 18°C Bodentemperatur und ca. 50% Luftfeuchtigkeit klimatisieren werden.

Linoleum verlegen:

Die Belagskannten sollten ca. 2 cm auf beiden Seiten mit einem Stahllineal und einem Trapezmesser entfernt werden. Die Fabrikatskanten können durch den Transport oder der Produktion gestaucht und beschädigt sein, deswegen sollten diese entfernt werden. Fachleute verwenden hierfür einen Nahtanreißer oder Kantenschneider. Nach dem Kantenschneiden wird das Linoleum im Raum ausgelegt und zur Wand mit einer Dehnungsfuge von mind. 5mm sauber eingeschnitten. Hierfür verwendet man ein Messer mit einer Hakenklinge/Hakenmesser.

Wie wird Linoleum verklebt?

Nach dem einschneiden, klappen sie die erste Hälfte der Linoleumbahn zurück und streichen die gespachtelte Fläche mit einem TKB B1 Zahnspachtel und dem STAUF D 8 Linoleumklebstoff gleichmäßig ein (Verbrauch ca. 400 g/m²). Nach dem anreiben der ersten Hälfte, wiederholen sie den Vorgang auf der anderen Seite. Linoleum wird in einem Nassklebeverfahren ohne ablüften des Klebers in die Kleberfläche eingelegt. Nach dem einstreichen der Fläche, klappen sie die Linoleumbahn sofort in das noch nasse Kleberbett. Reiben oder walzen sie die Linoleumfläche ordentlich von der Mitte nach außen an um eventuelle Luftblasen nach außen zu entfernen. Nach 15-30 Minuten Liegezeit müssen sie den Belag nochmals kräftig anreiben bzw. anwalzen. Der Belag ist nach 24 Stunden belastbar, die Fugen frühestens nach 48 Stunden verschweißen.

Nähte bei Linoleum

In der Regel sollten die Nähte beim Linoleum mit einem Schmelzdraht verschmolzen werden. Dies sollte aber ein Fachmann machen, weil es sonst zu Verbrennungen am Belag kommen kann. Als Laie kann man das Linoleum mit der geschnittenen Außenkante sauber zusammen stoßen.

Linoleum auf PVC verlegen

Linoleum sollte in der Regel immer auf einem saugfähigen Untergrund verlegt werden, zum Beispiel auf gespachtelten Bodenflächen. Für den Sonderfall gibt es aber von Wakol Möglichkeiten das Linoleum auf nicht saugende Untergründe wie zum Beispiel PVC zu verkleben. Der PVC Boden sollte aber sauber, fettfrei und natürlich fest am Unterboden verklebt sein. Wakol bietet für diesen Fall die Kontaktkleber Wakol NE 479 und Wakol D 3410 Kontakto an, um das Linoleum auf PVC zu verkleben. Diese Klebstoffe müssen auf den Belag und den Unterboden gestrichen werden um eine Haftung zu erzielen. Das macht man mit einem TKB A1 Zahnspachteloder einem Pinsel. Nach dem ablüften des Klebers, kann der Belag am Unterboden verklebt werden.

Vorsicht beim Verkleben mit Kontaktklebstoffen! Die beiden abgelüfteten Kleberflächen haften bei der ersten Berührung sofort und können nachträglich nicht mehr korrigiert werden. Es ist darauf zu achten, dass das zu verklebende Material in der korrekten Position auf den dafür vorbereiteten Untergrund gedrückt wird.

Bei der Lagerung von Linoleum sind folgende Maßnahmen einzuhalten:

  • Die Raumtemperatur sollte nicht 18 Grad unterschreiten, da Linoleum sonst brüchig wird
  • Linoleum in der Verpackung lassen bei Kälte zusätzlich in eine Folie einrollen, damit der Belag keine Feuchtigkeit zieht
  • Das Linoleum sollte sicher und freistehen, demtentsprechend nirgendwo angelehnt sein um ungewollte Abdrücke bzw. Beschädigung zu vermeiden